Wien legt Sofortmaßnahmen zur Kühlung der Stadt auf

Wiens Umweltsenatorin Ulrike Sima vor dem begrünten Dienstgebäude der Magistratsabteilung 48 im Zentrum der Stadt.Foto: MA 48/Felicitas Matern

Österreichs Bundeshauptstadt Wien hat ein Förderpaket zur Kühlung der Stadt aufgelegt. Aus den Mitteln des Umweltressorts erhalten die Gemeindebezirke über den Sommer verteilt 2,3 Mio. Euro zum Kampf gegen urbane Hitzeinseln. Mit dem Geld werden verschiedene Projekte finanziert, die von den Bezirken im Frühjahr eingereicht worden waren. Die Stadt übernimmt dabei 80 Prozent aller Kosten.

Die Bezirke können aus einem Katalog wählen: Zu den co-geförderten Maßnahmen zählen der Bau straßenseitiger Fassadenbegrünungen, die Pflanzung größerer Straßenbäume oder Baumpflanzungen über die vorgeschriebenen Ersatzpflanzungen hinaus, Maßnahmen zum Wasserspeichern unter Bäumen, die Entsiegelung befestigter Flächen zugunsten von Grünflächen, Schatten durch Pergolen, freistehende Rankelemente sowie Staudenbeete. Zu den wohl spektakulärsten Sofortmaßnahmen zählt die Errichtung von Nebelduschen in Wohnquartieren.

In Österreich gab es in den letzten Jahren fast doppelt so viele Hitze- wie Verkehrstote. In der Millionenmetropole Wien gab es allein im vergangenen Jahr 41 Tropennächte, also Nächte, in denen die Temperatur nicht unter 20° fiel. Wegen vieler aufgeheizter Betonflächen, den Hitzeinseln, kühlt die Stadt in der Nacht nicht mehr ausreichend ab. „Wir kämpfen gemeinsam gegen KIimawandel-bedingte Hitzeinseln, die vor allem älteren, schwachen und kranken Menschen besonders zu schaffen machen“, sagte Wiens Umweltstadträtin Ulrike Sima. In Wien sollten sich alle wohlfühlen, unabhängig von ihrer Wohngegend oder ihrer Geldbörse.

Schon heute sind 53 Prozent der Gesamtfläche Wiens begrünt. In den nächsten Jahren sind über 13 ha neue Parkflächen geplant. Im Herbst startet der Bau des 2,8 ha großen Elinor-Ostrom-Parks in der Seestadt Nord. 2020 beginnen die Bauarbeiten für einen neuen 9,3 ha großen Park am Nordbahnhofgelände mit Stadtwildnis und urbanen Terrassen. Die Wiener Stadtgärten haben auf extensive Beete mit Stauden umgestellt, die besonders hitze- und trockenverträglich sowie unkomplizierter in der Erhaltung und insektenfreundlich sind.

Wien unterstützt die Errichtung großangelegter Vertikalbegrünungen als wesentliche Abkühlungsmaßnahmen. Geplant sind Fassadenbegrünungen an über 150 Häusern während der nächsten Jahre, darunter auch Gemeindebauten. In Wien gibt es 480 000 Stadtbäume, jährlich kommen 3000 Jungbäume dazu. Sie werden mit einem eigens entwickelten Spezialsubstrat versehen, um die Herausforderung der zunehmenden Hitzesommer besser zu bewältigen. Eine Innovation der Umweltverwaltung und der Wiener Stadtgärtner ist die „Schwammtechnologie“: Unter den Straßen werden großzügige Wurzelräume für die Bäume gebaut. Damit werden mehr Versickerungsräume für Regenwasser sowie bessere Lebensbedingungen für hitzegeplagte Bäume geschaffen.

cm/Stadt Wien

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