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Der BAHÖ informiert

Abgetrennte Äste gelangen sofort aus dem Arbeitsbereich der Säge, da sie den flachen Sägekopf ungehindert passieren können.Foto: Fliegl Agro-Center GmbH

Novellierung Fachagrarwirt Baumpflege

Der Verordnungsentwurf zur Novellierung konnte auf breiter Basis über Sachverständigensitzungen 2019/2020 zum Abschluss geführt werden. Das Bundesministerium für Ernährung und Landwirtschaft (BMEL) brachte sich hier bestimmend ein. Die Sachverständigen haben drei Prüfungsteile erarbeitet: Baumdiagnose und Baumpflegemaßnahmen, Betriebs- und Unternehmensführung sowie Mitarbeiterführung und Personalmanagement.

Kritisch ist zu sehen, dass zukünftig die zweijährige Berufspraxis für ausgebildete Forstwirte/Gärtner/Landwirte keine Zulassungsvoraussetzung zur Prüfung mehr ist, da dafür keine Ermächtigungsgrundlage vorhanden sei. Ein Rahmenlehrplan wird entwickelt und soll bis Ende 2020 vorliegen. Mit erfolgreichem Bestehen der Prüfung erhält man zukünftig den Titel: Geprüfter Fachagrarwirt/Geprüfte Fachagrarwirtin

Damit existiert in Deutschland ein durchgängiges Fortbildungsstufenkonzept für die Baumpflege, vom Baumkontrolleur zum Baumfacharbeiter (ETW) zum Vorarbeiter (ETT) bis hin zur baumfachlichen Führungskraft, dem Fachagrarwirt.

Übergangsregelungen Fachagrarwirt-Bachelor Professional

Viele in Ausbildung befindliche Mitglieder haben sich an uns gewandt, da die Übergangszeit im Jahr 2021 von den für die Prüfung zuständigen Stellen nicht zufriedenstellend umgesetzt wird. Fakt ist: Die Verordnung über die Prüfung zum anerkannten Abschluss ist nach wie vor im Entwurfsstadium. Das BMEL geht derzeit zwar davon aus, dass die neue Verordnung am 1. 1. 2021 in Kraft tritt, sicher ist das auf Grund der Vielzahl der beteiligten Parteien nicht. Selbst wenn die neue Verordnung Anfang Januar in Kraft tritt, halten wir es für unmöglich, dass die zuständigen Stellen eine entsprechende Prüfung bis März 2021 organisieren und erstellen können.

Vor allem: Nach der neuen Prüfungsverordnung muss ein Arbeitsprojekt erstellt werden, für welches dem Prüfling ein Zeitraum von sechs Monaten zur Verfügung steht. Bis die organisatorische Umsetzung, Konzeptionierung und Themenfindung abgeschlossen ist, werden sicherlich einige Monate vergehen. Allein schon wegen des sechsmonatigen Arbeitsprojekts wird daher realistisch gesehen, eine Prüfung frühestens Ende 2021 stattfinden können. Unter Berücksichtigung der aktuell stattfindenden Fachagrarwirtkurse wird somit bei der jetzigen Handhabe ein bis eineinhalb Jahre kein Fachagrarwirt geprüft werden können.

Ausgesprochene Unsicherheit besteht bei den Mitgliedern des BAHÖ ebenfalls zum neuen Titel - Bachelor Professional - und dessen Gleichstellung zum bestehenden Fachagrarwirt Baumpflege. Der BAHÖ setzt sich für seine Mitglieder ein, um ein tragbares Anerkennungsverfahren zu ermöglich. Ein Zweiklassen-Fachagrarwirt sollte tunlichst vermieden werden. Die Befreiung von Prüfungsteilen gem. § 56 Abs. 2 des Berufsbildungsgesetzes ist zu konkretisieren bzw. zu vereinheitlichen, sodass Fachagrarwirte, die ihre Prüfung nach der bestehenden Prüfungsverordnung abgelegt haben, durch eine schlanke Anerkennungsprüfung ebenfalls den Titel Bachelor Professional tragen können. Betroffene können sich an verwaltung@bahoe.org wenden.

Baumpfleger-Ausbildung zentraler Diskussionspunkt

Im Rahmen der 39. Mitgliederversammlung der Interessenvertretung Deutsche Baumpflege (IDB) wurde erneut über eine Berufsausbildung zum Baumpfleger diskutiert. Hier wurden nochmals die dafür kaum überwindbaren bildungspolitischen Hürden erörtert. Zielführender ist es deshalb, dass bei der anstehenden Novellierung der Ausbildungsverordnung das Wissen um die Bäume und die Baumpflege angemessen im Ausbildungsgang "Landschaftsgärtner" als eine mögliche Spezialisierung verankert werden soll. Dadurch wird ein Ausbildungsberuf "Baumpflege" als Spezialisierung des Landschaftsgärtners geschaffen. Der Auszubildende kann dann auf ein breites Fundament an Grundkenntnissen zurückgreifen und muss sich nicht frühzeitig spezialisieren, um somit auch später verschieden Berufswege einschlagen zu können. Die nötige Unterscheidung zwischen Ausbildung und der darauffolgenden Arbeitsplatzqualifizierung ist damit geschaffen.

Siegert erneut zur Verbandsspitze gewählt

Einstimmig hat der BAHÖ seinen bisherigen Präsidenten, Bodo Siegert, für weitere fünf Jahre im Amt bestätigt. Neben all den laufenden Verbandsarbeiten und Arbeitskreisen, soll die Verbandsorganisation umstrukturiert werden. Zum einen um den Draht zu den Mitgliedern schneller und direkter zu gestalten, zum anderen sollen die Verwaltungskosten reduziert werden.

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