Bildungsniveau der Flüchtlinge höher als bisher angenommen

Grafik: Neue Landschaft

Die Asylbewerber, die im letzten Jahr nach Deutschland gekommen sind, haben einen besseren Bildungsstand als zunächst von Politik und Wissenschaft angenommen. Aktuelle Zahlen des Bundesamtes für Migration und Flüchtlinge (BAMF) belegen, dass 38,2 Prozent von ihnen ein Gymnasium oder eine höhere Bildungseinrichtung besucht haben.

31,5 Prozent besuchten eine Mittelschule, 22,4 Prozent eine Grundschule. 7,9 Prozent verfügen über keine formelle Schulbildung oder konnten nicht in die Statistik einsortiert werden. Zur beruflichen Bildung gibt es noch keine genauen Zahlen.

Über 80 Prozent der Flüchtlinge verfügen nach Angaben von Raimund Becker, Vorstand der Bundesagentur für Arbeit, in der Tageszeitung "Handelsblatt" nicht über einen formalen Bildungsabschluss nach deutschem Standard. Nach seiner Auffassung bringen sie aber durchaus berufliche Fähigkeiten oder Erfahrungen mit, die es zu ermitteln gelte.

Von den knapp 442 000 im vergangenen Jahr beim BAMF erfassten Asylbewerbern sind über die Hälfte (55,9 %) jünger als 25 Jahre und fast jeder Dritte (31,1 %) noch nicht volljährig. Die Arbeitsagentur will für 30 Berufsbilder Kompetenztests entwickeln, die einfach und auch mit geringen Sprachkenntnissen bewältigt werden können. Die ersten sechs Tests sollen bis zum Jahresende fertig gestellt sein. cm/hb

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