Jubiläum

100 Jahre Richard Hansen

Prof. Dr. Richard Hansen, 1970er Jahre.Foto: Michael Goecke

Am 10. Juli 2012 jährt sich der Geburtstag von Prof. Dr. Richard Hansen zum hundertsten Mal. Aus diesem Anlass soll an den am 18. August 2001 in Freising-Weihenstephan verstorbenen Berufskollegen erinnert werden, der sich um unseren Beruf in außergewöhnlich engagierter Weise verdient gemacht hat.

Im Januar 1948 wurde durch die Initiative von Richard Hansen, geboren am 10. Juli 1912 in Nortorf/Holstein, an der damaligen traditionsreichen Lehr- und Forschungsanstalt für Gartenbau in Freising-Weihenstephan das Institut für Stauden, Gehölze und angewandte Pflanzensoziologie gegründet, das Hansen bis zu sein Emeritierung 1977 leitete. Damit eng verbunden war der Aufbau des dazugehörigen Sichtungsgartens. Auf den gedanklichen Ansätzen seiner Lehrer, unter ihnen Karl Foerster, Ulrich Wolf und Hermann Mattern, aufbauend, hat er ein Werk geschaffen, das seinen Ruf als international geschätzter Pflanzenexperte und Fachbuchautor begründete.

Mit Kanzlergattin Hannelore „Loki“ Schmidt, Stiftung zum Schutz gefährdeter Pflanzen, Hamburg im Sichtungsgarten Weihenstephan, 1978.Foto: Michael Goecke

Mit bewundernswertem Engagement und im oft zähen Ringen hat er die kahlen Äcker am Weihenstephaner Berg zum vorbildlichen, blühenden Garten verwandelt. Sein umfangreiches Wissen vermittelte er den Studenten an der Fachhochschule Weihenstephan und als Honorarprofessor den Studierenden an der TU Weihenstephan. Ein besonderer Schwerpunkt seiner Arbeit waren - so auch der Titel seines Hauptwerkes - die Stauden und ihre Lebensbereiche in Gärten und Grünanlagen. Besonders freute es ihn, wie er mir vor 15 Jahren in einem Gespräch in seinem Haus an der Weihenstephaner Steinbreite erläuterte, dass man sich wieder verstärkt - unter anderem im Rahmen von internationalen Tagungen und nicht zuletzt in England - für die Staudenverwendung interessiert.

Viele Ehrungen sind Richard Hansen zuteil geworden. 1972 erhielt er den Karl Foerster-Ring, 1983 die Georg Arends-Gedächtnismedaille und das Bundesverdienstkreuz, 1986 den Friedrich Ludwig von Sckell-Ehrenring und 1987 die Ehrenmitgliedschaft der DGGL.

Prof. Dr. Michael Goecke

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